„Bin ich jetzt im Fernsehen…?“

Wenn meine Freundin und ich zusammen eine Reise unternehmen, passiert es nicht selten, dass uns zufällig diverse Promis über den Weg laufen. Dabei ist es keinesfalls so, dass wir denen irgendwo „auflauern“ oder gar hinterher reisen! Nein, meistens tauchen die einfach so „aus dem Nichts“ auf. So fuhren wir mit Oliver Kalkofe und einem Gläschen Wein im Hotel-Fahrstuhl, feierten 2 Tage lang bei Maren Gilzers Hochzeit mit, aßen mit Marijke Amado und ihrem gesamten „Gefolge“ im gleichen Restaurant oder trafen Boxer Axel Schulz mit Oma und gesamter Familie am Pool. Dabei entstehen die aberwitzigsten Anekdoten, über die wir uns noch Jahre später herrlich amüsieren können. Somit lag es wie selbstverständlich auf der Hand, dass wir dem Ganzen noch eins drauf setzen und zum ZDF–Fernsehgarten fahren, wo die Promi-Dichte ja bekanntlich deutlich über Normalnull liegt.

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Zu Besuch im ZDF-Fernsehgarten

Gesagt, gebucht! Die Vorfreude legte sich leider schnell wieder, als meiner Freundin einige Wochen vorher absagen musste, da ihr ein wichtiger Termin dazwischen kam. Umpf… Allein fahren kam nicht in Frage. Aber wer von meinen Freunden könnte sich ernsthaft für einen Besuch beim ZDF-Fernsehgarten begeistern? Als ich gedanklich fast alle durchgegangen war,  kam ich auf DIE Begleitperson überhaupt: meine Mama!
Schon deshalb perfekt geeignet, weil sie eine kompetente Ansprechperson in Sachen Promis ist, die weit vor meiner Zeit am Scheitelpunkt ihrer Karriere waren. Sie war sofort begeistert, da sich zum Termin unter anderem die „Les Humphries Singers“ mit dem Bandmitglied Jürgen Drews angesagt hatten.

So sind wir also im August, bei bestem Sonnenschein, zum ZDF-Fernsehgarten gefahren. Wir hatten Stehplatzkarten. Diese Variante kann ich auch jedem empfehlen, der gesundheitlich fit ist. Die Gäste mit Sitzplatz-Tickets kommen zwar in den Genuss fester Sitzplätze, dürften diese aber während der gesamten Sendung nicht verlassen, was irgendwie ja auch verständlich ist, schließlich wäre es sehr hinderlich, wenn mitten in der Live-Sendung ein Zuschauer durchs Bild läuft oder die Kamera über leere Plätze schwenkt. Ein weiterer kleiner Nachteil: Den Sitzplatz bekommt man vor Ort zugewiesen, so dass man eventuell  ungünstig sitzt und die ganze Show nur über die Leinwand verfolgen kann. Ein Pluspunkt wiederum ist, dass man mit recht hoher Wahrscheinlichkeit des Öfteren von einer Kamera erfasst wird.

Als wir das Gelände betraten, waren die Proben schon in vollem Gange. Die „Les Humphries Singers“ standen auf der Bühne und sorgten schon im Vorfeld für richtig gute Stimmung bei allen ankommenden Gästen. Wir kamen ganz nah an die Bühne heran und hatten einen super Blick auf die Proben. Gut eingestimmt und „Mexiko, Mexiko, Mexiko-o-o-o“ summend, schauten wir uns danach erstmal das Gelände. Es ist ziemlich groß und weitläufig, hat verschiedene Bühnen und Drehplätze (Küche, Gartenhaus etc.) und einen großen Pool. Alles ist im Vorfeld frei zugänglich, so dass man auch mal „hinter die Kulissen“ schauen kann und beispielsweise feststellt, dass manche im Fernsehen massiv wirkenden Aufbauten nur aus dünnem Holz zusammengezimmert sind. Das Wasser im Pool ist allerdings echt – und kalt.

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Jürgen Drews beim Autogramme schreiben

Auf dem Rückweg trafen wir plötzlich auf ein bekanntes Gesicht: Jürgen Drews stand hinter der Hauptbühne und machte mit ein paar Besuchern, die ihn ebenfalls erspäht hatten, Fotos und schrieb Autogramme. Er war gut gelaunt und sehr nett, so dass wir ihn auch um ein Foto baten. Für meine Mutti hatte sich die Fahrt damit schon gelohnt.
Der Showbeginn rückte näher und auf der großen Bühne brachte ein „Warm-Upper“  das Publikum mit Witzen und Applaus-Übungen in Stimmung, so dass wir uns nun nach einem Platz mit guter Aussicht umschauten. Wir fanden ein schönes Fleckchen oberhalb der Hauptbühne und hatten von dort einen ganz guten Rundumblick. Andrea „Kiwi“ Kiewel schaute dann auch noch kurz auf der Bühne vorbei, versprühte jede Menge guter Laune und zeigte, dass sie selbst bei ausgeschalteter Kamera sehr sympathisch und fröhlich ist. Und dann ging es endlich los!

Der Fernsehgarten stand diesmal unter dem Motto „Gameshow-Titanen“, so dass sich auf der Bühne berühmte Quizmaster, wie Werner Schulze-Erdel, Jörg Draeger, Harry Wijnvoord und Frederic Meisner ein Stelldichein gaben. Diese moderierten „ihre“ jeweiligen Gameshows, wie Ruck Zuck, Das Familienduell, Der Preis ist heiß, Geh aufs Ganze oder auch Das Glücksrad und holten als Kandidaten ahnungslose Zuschauern aus dem Publikum hinzu. Auch Jahre nachdem es die Shows nicht mehr im Fernsehen gibt, wurden nun nostalgische Erinnerungen wach, denn man konnte noch einmal wie früher Daumen drücken und mitraten. Speziell Jörg Draeger mit „Geh aufs Ganze“ hat es immer noch richtig gut drauf, die Mitspieler zu verunsichern („Wollen Sie nicht doch lieber Umschlag 3? Ich leg noch 100 Euro drauf.“). Das ganze Publikum fieberte mit und gab lautstark Tipps und Ratschläge zum Besten. Die Stimmung war sehr ausgelassen und locker.

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Harry Wijnvoord in Aktion

Auch beim musikalischen Rahmenprogramm wurde wie immer versucht, möglichst viele Altersstufen anzusprechen. So waren neben Maggie Reilly („Everytime we touch“) und Lena Valaitis („Johnny Blue“) für die ältere Generation, auch Jesse Ritch und Aneta (DSDS Kandidaten) für das jüngere Publikum vertreten. Für gute Stimmung sorgten natürlich zwischendurch immer wieder die „Les Humphries Singers“, die während der Show mehrfach einen Auftritt hatten und die Show dann mit einem Medley beendeten.

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Zusammenfassend finde ich, dass man bei einem Live-Besuch dieses ZDF-Klassikers nichts falsch machen kann. Wenn man sich auf das jeweilige Thema des Fernsehgartens einlässt und von der gute Stimmung mitreisen lässt, kann man einen wunderbaren Sonntagvormittag verbringen. Auch wenn ich auf diesem Ausflug keine exklusive „Promi-Anekdote“ zu meinem Repertoire hinzufügen konnte, war es trotzdem eine tolle Show.  Wenn meine favorisierten Showacts zu Gast wären, würde ich bestimmt sogar noch mal hinfahren – das nächste Mal dann gemeinsam mit meiner Freundin. Und obwohl ich keinen Sitzplatz hatte, war ich sogar im Fernsehen zu sehen! Zweimal schwenkte die Kamera an unserem Block vorbei. Im Standbild und mit Lupe konnte man mich sogar ziemlich deutlich erkennen! 😉

 

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