Mit der AIDA zu den „Perlen der Ostsee“

Ich bin schon viel in der Welt herum gekommen, da das Reisen eine meiner großen Leidenschaften ist. In St. Petersburg war ich aber noch nie, das sollte sich nun endlich ändern. Da ich vom Prinzip des „schwimmenden Hotels“ recht angetan bin, ging es also diesmal wieder an Bord des lächelnden Kreuzfahrtschiffs. Die Ostseetour ab Warnemünde über Tallinn, Sankt Petersburg, Helsinki, Stockholm und wieder zurück nach Warnemünde mit der AIDAmar sollte es werden. In Warnemünde am „Cruise-Terminal“ angekommen, sahen wir schon von weitem die AIDAmar. Die Vorfreude stieg – schon bald sind wir auf See! Gegen 19 Uhr hieß es dann endlich Leinen los und die AIDA verließ den Hafen von Warnemünde.

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Auf geht´s, an Board des „lächelnden Schiffes“

Auf zu neuen Ufern
Man mag von Kreuzfahrten halten was man will und sicherlich ist ein Clubschiff auch nicht jedermanns Sache, aber organisatorisch geht es einfach kaum besser als bei der AIDA. Man wird mit einem Willkommensdrink begrüßt, während man ganz nebenbei eincheckt. Die Koffer stehen meist schon vor der Kabine ehe man selbst dort angekommen ist. Auch die Mitarbeiter, egal ob Zimmerservice oder Restaurantpersonal, sind stets freundlich und haben immer ein Lächeln auf den Lippen. Da fühle ich mich jedes Mal aufs Neue herzlich willkommen. Vor allem die selbstgebauten Handtuchtiere (z.B. ein Hündchen oder ein Entchen) jeden Abend auf dem Bett erwecken den Eindruck, dass hier mit Spaß gearbeitet wird. Die Shows am Abend sind auch immer gut besucht und für uns ein Highlight und Abschluss jeden Tages. Generell ist die AIDA als Kreuz-fahrtschiff für uns genau das Richtige, noch bezahlbar und mit lockerem Dresscode sowie ohne Sitzordnung in den Restaurants ganz unkompliziert.

Es gibt auch Nachteile. Manchmal ist es einfach nervig, wenn man ab 17:45 Uhr kaum noch Treppen steigen oder Fahrstuhl fahren kann, weil sich ausgehungerte Menschenmassen vor den Restaurants sammeln. Es herrscht wohl Angst, in der zweiten Essensrunde nichts mehr ab zubekommen. Ein regelrechtes Schauspiel, was sich da ereignet. Wir gingen dann doch lieber ganz gemütlich erst nach 20 Uhr zum Abendessen. Und siehe da, es gibt noch reichlich zu Essen. Eine Schiffsreise ist immer super, um „enge“ Kontakte zu knüpfen. In Reihe stehen kann der Deutsche besonders gut. Brav hintereinander wartend, bis er endlich dran ist. Da bietet sich stets ein Plausch mit dem Vorder- oder Hintermann an.

Tallinn, Estland

Nun aber zu den Städten, denn wir waren ja schließlich nicht wegen dem Essen an Bord. Unser Ziel war es, die „Perlen der Ostee“ zu erleben. Unsere erste Station war Tallinn in Estland – eine wirklich hübsche Kleinstadt mit Kopfsteinpflaster und urigen Kneipen. Das Beste war, dass wir keinen teuren Ausflug über die AIDA buchen mussten, sondern recht schnell zu Fuß vom Hafen aus im Zentrum waren. Wir konnten einen herrlichen Blick über die Dächer der Stadt und auf unser „Schiffchen“ werfen können.

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Blick über Tallin

St. Petersburg, Russland
Von Estland aus ging es dann weiter nach Russland. St. Petersburg macht seinem Beinamen „Venedig des Nordens“ wirklich alle Ehre. Ein organisierter Ausflug über die AIDA in die wohl schönste Metropole des Landes erschien uns dieses Mal, aufgrund der Sprache und Visumspflicht als gute Alternative. Wir haben zunächst den Katharinenpalast, einen der schönsten Barockpaläste Europas besucht. Bereits die gewaltige Fassade verschlug uns den Atem. Und dann erst der originalgetreue Nachbau des legendären Bernsteinzimmers. Zum Mittagessen hatten wir Freizeit und entschieden uns für eine nette Kantine. Mit einem Teller bewaffnet stellten wir uns an. Wie das richtig geht, haben wir ja auf der AIDA gelernt. Auch wenn wir bei manchen Dingen nicht so recht wussten, was wir letztendlich gegessen haben, sind wir auch ohne ein Wörtchen Russisch nicht verhungern. Ein anderes tolles Erlebnis an diesem Tag war die Bootsfahrt auf der Newa, auf der wir am Nachmittag St. Petersburg vom Wasser aus bestaunen konnten. Zum Abschluss dann ein Abstecher zur Eremitage. Ein toller Tag, in einer tollen Stadt! St. Petersburg war wirklich beeindruckend. Sicherlich wird es nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir St. Petersburg besucht haben. Man kann in St. Petersburg nicht alles an einem Tag schaffen, die Stadt ist einfach riesig.

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Die Eremitage von Sankt Petersburg

Helsinki, Finnland
Von St. Petersburg aus ging es weiter nach Helsinki. Die finnische Hauptstadt haben wir ganz bequem mit dem „Hop on, Hop off“ Bus besichtigt und da es an diesem Tag in Strömen regnete, saßen wir zumindest während der Fahrten im Trockenen. Helsinki ist eine moderne und lebendige Stadt, die auch bei Regen durchaus ihr Flair hat.

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Angekommen im Hafen von Helsinki

Stockholm, Schweden
Letzter Halt auf unserer Schiffsreise war Stockholm. Die schwedische Hauptstadt mussten wir dann auch wieder bei Regen erkunden. Am Hafen ging es wieder in den „Hop on, Hop off“ Bus. Wo es uns gefiel, stiegen wir für einen Fotostop aus. Ein absolutes Muss, „Kaneelbullar“ (Zimtschnecken) probieren, das heimliche Nationalgericht der Schweden.

Abschlusshighlight dieser erlebnisreichen Schiffsreise war das Auslaufen der AIDA aus dem Hafen von Stockholm. Bestimmt über zwei Stunden fuhr die AIDA durch die Schären (die kleinen Felseninseln, auf denen angeblich jeder Stockholmer ein Ferienhaus hat). Eine wirklich tolle Fotokulisse!
Am letzten Abend waren wir dann im bordeigenen „Brauhaus“ zur Karaoke – was sich als eine recht lustige Abendunterhaltung gestaltete. Altbekannte Lieder (wie von Henry Valentino „Im Wagen vor mir“) wurden geträllert und luden zum Mitsingen und Schunkeln ein.

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Leckerer Abschiedsgruß aus der Boardküche

Mein Fazit, es hat sich gelohnt! Die „Perlen der Ostsee“ sind sehenswert. Das Personal an Bord war freundlich, das Essen war fantastisch und das Showprogramm ausgezeichnet.

Finnland Kreuzfahrten Perlen der Ostsee Reiseziel Russland Schweden

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