Grüne Insel Irland

Die grüne Insel – dies ist Irland für mich seit meinem ersten Besuch. Und fast noch wichtiger ist der Zusatz – mit Seele. Das Eiland mit der oft so tragischen wie spannenden Geschichte hat einen ganz eigenen Reiz, der sich auch dem Urlauber in wenigen Tagen erschließt. Und genau dies machte sowohl meine privaten als auch meine dienstlichen Besuche auf der Insel jedes Mal zu Reisen, denen ich mit großer Spannung und Vorfreude entgegen gefiebert habe. Warum dies so ist? Lesen Sie doch selbst.

Die Landschaft Irlands wird viel und immer wieder sehr poetisch umschrieben. Umschreibungen wie sanfte Hügel, sattes Grün, schroffe Felsen treffen es allenthalben. Aber sie sind nur die eine Wahrheit – die einer imaginären Schublade, die man zwangsweise aufmachen muss um alles über einen Kamm zu scheren! Die Insel Irland bietet landschaftlich so unglaublich viel mehr, denn sie weiß all´ das Typische immer wieder neu zu inszenieren. Das Grün, die Hügel, die Küsten. So habe ich bei meiner ersten Reise nach Nordirland direkt nach Neujahr sattes Grün erlebt, wo ich es doch gar nicht erwartet habe. Durch den Golfstrom und milde Temperaturen wurden wir von grünen Wiesen am Wegesrand genauso überrascht wie von wilden Atlantikbrechern, die auch einmal die „Causeway Coastal Route“ überspült haben. Der Abstecher in den Norden lohnt sich auf jeden Fall. Denn Nordirland bietet mit seiner Landschaft und eindrucksvollen Naturschauspielen einen überaus reizvollen und wichtigen Kontrast zu seiner nicht immer einfachen Geschichte, die man in Belfast und auch Derry näher betrachten kann. Unvergessen wird für mich ein Besuch von Giant´s Causeway, der mich mit seinen von der Natur vor Jahrmillionen geformten Basaltsäulen wieder hat spüren lassen, welche Schönheiten unsere Erde auch ohne unser Zutun hervor bringen kann.

Das so typisch irische Wetter – auch so ein Punkt, der jedem Besucher der Insel begegnen wird. Sagt man doch auf der Insel, dass man alle vier Jahreszeiten jeden Tag erleben kann. Und trotz strahlend blauem Himmel am Morgen gehört das Regencape doch in jede Handtasche. Und sollte es einmal nass geworden sein, wird es durch eine starke Brise rasch wieder trocken. Und nicht zu vergessen – das Wetter ist für jeden Iren das Thema, über welches man immer und mit jedem redet. Also seien Sie nicht erstaunt, wenn Sie von einem Iren auf das Wetter angesprochen werden. Ein wenig Small Talk gehört dazu…

Und da wären wir doch schon einem Grund, der für viele Irland-Fans ganz ausschlaggebend für ihre Passion ist – der Ire als Mensch. Und ja, egal wie man ihn beschreibt, keines dieser Worte wird ihm jemals gerecht. Ist doch jeder Mensch ein Unikum. Aber die Freundlichkeit und Geselligkeit, der Witz und Charme, die Fairness und Güte lassen sich, wenn man denn mag, schnell erfahren und spüren. Mein Tipp dafür ist immer wieder der Besuch eines Irischen Pubs. Einer Institution, die mit einer deutschen Kneipe schlussendlich nur gemein hat, dass Getränke verkauft werden. Lassen Sie sich darauf ein und besuchen am Abend einen Pub, trinken ein Bier, essen vielleicht typisches Pub-Food. Und erleben dann, was die Iren für mich und viele andere ausmachen.

Wie in vielen Ländern und Regionen spiegelt die Küche oft die Geschichte und das Leben der Vergangenheit wider. So auch in Irland, dessen Küche von deftigen Eintöpfen und herzhaften Schmorgerichten geprägt ist. Exzentrische Gewürze oder Kräuter sucht man da oft vergebens, genauso wie die vielleicht erwartete Vielfalt an Fischen auf der Speisekarte. Irland war nie eine Seefahrernation und hatte ihr Land nie als ihr Eigentum gekannt. Der harten Arbeit Früchte gingen an die Großgrundbesitzer nach England und hinterließen Kartoffeln und Lamm. Und somit ist die Küche Irlands heute noch ehrlich und rustikal. Probieren Sie doch bei Gelegenheit mal einen Cottage Pie (Auflauf aus Kartoffelstampf und Lammhack)!

Meine Reisen führten meine Familie und mich in sehr viele Teile Irlands, die alle ihren ganz eigenen Charme zu versprühen wissen. In der Region Burren im Westen setzen Steine einen ganz eigenen Akzent, auf der Halbinsel Dingle und am Ring of Kerry sind es für mich die vielfältigen Ausblicke auf das offene Meer. Egal ob im Süden oder Norden, an alte Zeiten erinnernde Schlossruinen laden oft zu kleinen eigenen Erkundungstouren ein und lassen manchmal die Zeit ein wenig langsamer vergehen. Das Leben am Abend auch in kleinen Städtchen versprüht in unseren Augen so viel Charme, dass wir es uns einen Abstecher in einen lokalen Pub nie entgehen lassen.

Meine Kollegen und ich freuen uns, Ihnen auf unseren verschiedenen Irland-Reisen auch ein kleines Stück „meines“ Irlands zeigen zu können. Bei Fragen helfen wir immer gerne weiter und natürlich freuen wir uns auch „Ihre“ Irland-Geschichte kennen zu lernen!

In diesem Sinne – céad míle fáilte – ein tausendfaches Willkommen in Irland!

 

Reiseziel

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