Mäuschen spielen auf Sardinien – ein touristischer Arbeitstag

Sardinien – die Karibik des Mittelmeers. Nach den vianova-Reisen auf Sizilien mit Vollcharter-Flügen ab/an Erfurt im Frühjahr 2015 kam schnell die Kundenfrage, ob wir denn nicht auch die zweitgrößte italienische Insel von Erfurt aus direkt anfliegen können. Sardinien – die Smaragdküste? Das klingt gut, zumal wir aus der Erfahrung mit klassischen Busrundreisen aus den Vorjahren nur Gutes von diesem Eiland gehört haben.

Die Reiseerfahrungen im Kollegenkreis und der Reiseleiter waren vorhanden, reichten uns aber nicht. Deswegen stand fest, dass wir Sardinien alsbald einen Besuch abstatten mussten, um die Insel in ihrer Ganzheit kennen zu lernen. Um uns ein Bild von dem zu machen, was einen Urlaub hier ausmacht. Um die richtigen Hotels für die Reisen auszuwählen. Um aus erster Hand darüber zu berichten, was Sie hier entdecken können. Und so machte ich mich auf eine der ca. 8 bis 12 Touren pro Jahr, die den Alltag eines Touristikers prägen, so abwechslungsreich gestalten und unseren Reisegästen die Gewissheit geben, dass wir wissen, was wir tun!

Sardinien in 5 Tagen. Das bedeutet in Zahlen ausgedrückt weit mehr: 16 Hotelinspektionen, 1.400 Autokilometer im Mietwagen, 4x Abendessen weit nach 22 Uhr, 12 Strände besichtigt (leider ohne ein einziges Mal schwimmen gehen zu können), 8 verschiedene Frühstücksbüfetts getestet und inspiziert, 2 Speicherkarten mit Fotos und Kurzfilmen gefüllt. All’ dies, um aus den Erfahrungen die optimalen Reiserouten, die am besten geeigneten Hotels und die schönsten Reiseerinnerungen für Sie zu finden.

Haben Sie Lust auf mehr? Dann nehme ich Sie einmal mit auf einen Arbeitstag nach Sardinien.
Donnerstag, 7:30. Für italienische Verhältnisse zeitig, bin ich einer der ersten am Frühstücksbüfett im Hotel Santa Lucia, im Süden der Insel bei Cagliari. Wie meist in italienischen Hotels, ist das Wlan frei und erlaubt, mit dem Büro Mail s auszutauschen. Nach Stichpunkten zum Hotel ziehe ich ein positives Fazit und es geht weiter. In Nora folgt eine Kurzbesichtigung der im 9. Jhd. v. Chr. von den Phöniziern gegründeten Stadt. Nicht nur interessante historische Einblicke in die Entwicklung der Insel, auch die Lage mit herrlichen Ausblicken gen Süden, sprechen für einen Stopp hier im Süden! Ein paar Autominuten weiter die Südküste entlang lockt der Torre di Chia mit einem kurzen aber steilen Aufstieg und belohnt mich mit herrlichen Ausblicken bis weit über das südlichste Kap der Insel. Auch der benachbarte Strand und die Umgebung wissen zu reizen, aber die etwas schwierige Anfahrt machen diese Ecke höchstens für eine Wandergruppe interessant. Dafür versetzt eine der unzähligen Nuraghen auf Sardinien wohl jeden Besucher in Erstaunen. Bei all’ den Theorien über die Entstehung und den Zweck dieser typischen Bauten auf der Insel ist bis heute ungeklärt, was nun tatsächlich dahinter steckt. Und dies ist sicher einer der Punkte, der den Besuch z. B. der Nuraghe Losa so reizvoll macht. Ganz klar – die Zeit für eine Besichtigung darf auf keiner Reise fehlen! Architektonisch weniger rätselhaft, aber schon bei der Anreise genauso herzerwärmend, liegt das kleine Bosa in einer hügeligen Felsenlandschaft an einem Flussdelta im Westen der Insel. Bunte Hausfassaden allenthalben wirken nicht nur zu einem Bummel einladend, sie lassen einem wahrlich das Herz höher schlagen. Spüren wir doch auch hier, warum sich Entdeckungen im Urlaub so gut anfühlen! Nach einem Bummel durch das pittoreske Städtchen reicht die Zeit zu einem typisch italienischen Imbiss – mit einem Gläschen Malvasia und Panino. Probieren auch Sie diese bei Ihrem nächsten Italienbesuch – mit lokalem Käse oder Schinken, etwas Salat oder Tomaten – dazu ein sonniges Plätzchen und Sie machen „Urlaub für Genießer “ …

Bei mir geht es weiter, die Panoramaroute von Bosa nach Alghero verspricht großartige Eindrücke. Und glauben Sie mir – sie verspricht nicht zu viel. Kurvenreich und eingebettet in Felsenformationen erlaubt sie immer wieder traumhafte Ausblicke aufs Meer und die Landschaft. Und genau deswegen verläuft auch eine wunderschöne Wanderroute in diesem Teil der Westküste. Alghero versprüht wunderbar leichtes mediterranes Flair und weiß mit seiner ruhigen Altstadt ebenso zu begeistern wie mit seinen Hotels, die zumeist nicht weit vom feinsandigen Strand entfernt liegen. Mein Tipp: Verbringen Sie mindestens einen Abend zum Sonnenuntergang am Strand! Mit einer Decke und einem sardischen Rotwein – Sie werden dann wissen warum!

Nach drei Hotelbesichtigungen und einem Rundgang durch die Altstadt habe ich dann am späten Abend die Qual der Wahl und entscheide mich – als Liebhaber der mediterranen Küche – für frisch gegrillte Tintenfische. Aber auch das sardischste aller Gerichte, das gegrillte Spanferkel, ist eine Empfehlung, die Sie sich definitiv nicht entgehen lassen sollten! Und so neigt sich dieser Tag wie er begann. Typisch italienisch mit viel Sonne, leckerem Essen, unglaublich vielen Eindrücken und einem latent beschwingten Gefühl – so fühlt sich la dolce vita an…

 

P. S.   Sardinien und die Costa Smeralda bereisen wir nach wie vor – mit Direktflügen ab Flughafen Erfurt-Weimar.

 

 

 

Reiseziel

%d Bloggern gefällt das: